Der Fachbereich Alte Geschichte im Departement Altertumswissenschaften

Die Alte Geschichte behandelt die griechischen und römischen Kulturen von den Anfängen bis zum Ende der Antike mit den Fragestellungen und Perspektiven, wie sie die Geschichtswissenschaft entwickelt hat. Alte Geschichte zu studieren bedeutet, sich wissenschaftlich mit der Vergangenheit verschiedener Zeit-, Sprach- und Kulturräume zu beschäftigen. Das Interesse gilt dabei allen Äusserungen des individuellen und sozialen Lebens, über die Menschen ihre Welt gestalten, erleben und interpretieren. Die Phänomene der antiken Kulturen werden in ihrer Eigenständigkeit und Fremdheit betrachtet. Durch die historische Analyse der Vergangenheit unter ständigem Gegenwartsbezug gelingt es, sowohl Kontinuitäten als auch Diskontinuitäten sichtbar zu machen. Deshalb wird auch den Entwicklungen und Konstruktionen der Bilder der Antike besondere Beachtung zuteil, die bis heute immer wieder zur Orientierung und Legitimierung der Gegenwart neu ausgestaltet und genutzt werden.

Schwerpunkt in Lehre und Forschung

In Basel wird die Alte Geschichte in ihrer ganzen Breite unterrichtet. Zu den Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählen:

> Geschichte Griechenlands und Roms
> Geschichte der Familie; Haus und Haushalt in der Antike
> Sozial-, Wirtschafts- und Religionsgeschichte des griechisch-römischen Ägypten; Papyrologie
> Antike Alltagsgeschichte; antike Demographie
> Frühes Christentum; Spätantike und frühbyzantinische Zeit
> Entstehung und Besonderheit der Polis, der athenischen Demokratie und Spartas
> Hellenismus (unter bes. Berücksichtigung des Vorderen Orients)
> Verfassung der Römischen Republik
> Wissenschaftsgeschichte und Historiographie

Sabine Huebner mit den Teilnehmer/innen der Exkursion im FS 2015: Die Römer im Vallée du Rhone