Lehrveranstaltungen im Herbstsemester 2017

Für mögliche Fehler übernehmen wir keine Haftung; massgeblich ist das offizielle Vorlesungsverzeichnis der Universität Basel. Alte Vorlesungsverzeichnisse finden Sie dort im Archiv.

Religionswissenschaftlicher Lehrauftrag

Der Religionswissenschaftliche Lehrauftrag ist in diesem Semester an Katharina Waldner vergeben worden. Sie unterrichtet ein Seminar mit dem Titel "Die Materialität von (religiösen) Ritualen". Es findet montags von 12:15 bis 14 Uhr statt.

Vorlesung

48636-01: Die römische Republik von den punischen Kriegen bis zu den Gracchen (264-133 v.Chr.) 2 KP

Prof. Dr. Leonhard Burckhardt

Montag, 10.15-12.00 Kollegienhaus, Hörsaal 001

25.09.2017

In den rund 130 Jahren zwischen 264 und 133 v. Chr. wuchs der Stadtstaat Rom von der Beherrscherin Italiens zur größten Macht im Mittelmeerraum heran. Die meisten konkurrierenden Großmächte wie Karthago, Makedonien oder das Seleukidenreich fielen dem Ausbreitungsdrang der Römer zum Opfer. Die Vorlesung schildert die relevanten Sachverhalte und Ereignisse, behandelt Bedingungen, Ursachen und Folgen dieser Entwicklung und diskutiert ihre Bedeutung im Rahmen der antiken Geschichte. Dabei werden insbesondere die gesellschaftlichen Strukturen und das institutionelle Gefüge Roms, welche dessen Ausgreifen erst möglich machten, betrachtet, das Verhältnis Roms zu den übrigen italischen Gemeinwesen thematisiert und schließlich der politische, gesellschaftliche und militärische Vergleich zu den übrigen Mittelmeermächten gezogen. Zu guter Letzt sollen die krisenhaften Rückwirkungen der Expansion auf die inneren Verhältnisse Roms dargestellt werden.

K. Bringmann, Geschichte der römischen Republik. Von den Anfängen bis Augustus, München 2002. – K. Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, 5. Aufl., Darmstadt 2007. – H. Flower, The Cambridge Companion to the Roman Republic, Cambridge 2004. – K. Zimmermann, Rom und Karthago, Darmstadt 2005

Einführungskurse

39251-01: Alte Geschichte: Die imperiale Republik. Rom zwischen Stadtstaat und Weltreich 3 KP

MA Matthias Stern

Mittwoch, 10.15-12.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 02

27.09.2017

Studierende der Geschichtswissenschaft müssen auch 38127: Lukas Thommen, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, sowie den Tutoratsteil 45341 belegen.

Als "Kaiser" Augustus im Jahr 30 v. Chr. siegreich aus den Römischen Bürgerkriegen hervorgegangen war, beherrschte er ein Reich, das sich von Gibraltar bis nach Syrien und von der Nordsee bis ans Rote Meer erstreckte und das heute weithin als ein "Imperium Romanum" bezeichnet wird. Doch wie kam Rom – das kleine italische Dorf am Tiber – dazu, zur Herrin des Mittelmeerraums aufzusteigen? Und steckte dahinter ein Programm - ein "Griff nach der Weltmacht"?

Im Proseminar werden wir uns mit dem Problem eines sogenannten "römischen Imperialismus" zur Zeit der Mittleren Republik (ca. 287-133 v. Chr.) befassen - einer kritischen Phase, in der Rom durch die Kriege gegen König Pyrrhos, Karthago und die griechischen Nachfolgestaaten des Alexanderreiches zum de facto Hegemon der damals bekannten Welt aufstieg. Anstelle militärgeschichtlicher Fragen sollen dabei jedoch die sozialen und politischen Voraussetzungen und Implikationen dieses Prozesses in den Blick genommen werden: Welche inneren Phänomene führten zu Roms Engagement in diesen Konflikten? Und wie wirkten diese Konflikte ihrerseits auf die römische Gesellschaft und die politische Praxis der Römischen Republik zurück? Anhand ausgewählter Fallstudien und historischer Modelle soll versucht werden, sich einem der entscheidenden Prozesse europäischer Geschichte zu nähern.

Als Einführung in die Arbeitstechniken der Alten Geschichte (und als Arbeitsinstrument zur Anschaffung empfohlen):
Hartmut Blum/Reinhard Wolters, Alte Geschichte studieren, 2. Aufl. (Konstanz 2011).

Thematisch:
C. B. Champion (Hg.), Roman Imperialism. Readings and Sources, Malden 2004. – A. Erskine, Roman Imperialism, Edinburgh 2010. – D. Hoyos (Hg.), A Companion to Roman Imperialism, Leiden 2013.

38127-01: Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft 3 KP

Prof. Dr. Lukas Thommen

Mittwoch, 14.15-16.00 Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungsraum S 184

20.09.2017

Die Geschichtswissenschaft hat seit dem 19.Jh. zahlreiche Theorien und Methoden entwickelt, um die Vergangenheit zu erschliessen. Der Einführungskurs rekapituliert einige Meilensteine der Historiographie und befasst sich mit verschiedenen aktuellen Herangehensweisen an die Geschichte bzw. Alte Geschichte. Ziel ist, über den Gegenstand der HistorikerInnen nachzudenken und unterschiedliche Erkenntnismöglichkeiten ihrer Tätigkeit aufzuzeigen.

Marc Bloch, Die Apologie der Geschichtswissenschaft oder der Beruf des Historikers, 3.Aufl., Stuttgart 2016. – Hans-Jürgen Goertz (Hrsg.), Geschichte. Ein Grundkurs, 3.Aufl., Reinbek bei Hamburg 2007. – Stefan Jordan, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, 3.Aufl., Paderborn 2016. – Volker Sellin, Einführung in die Geschichtswissenschaft, Göttingen 2005.

45341-01: Alte Geschichte: Arbeitstechniken 2 KP

Audric Wannaz

Mittwoch, 12.15-13.00 Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungsraum S 184

20.09.2017

Dieser Teil des Einführungskurses für HistorikerInnen vermittelt die Arbeitsinstrumente der HistorikerInnen. Die Recherche von Forschungsliteratur steht ebenso auf dem Programm wie der Umgang mit Handbüchern und Textdatenbanken. Quellen- und Textlektüre, Exzerptionstechniken werden geübt und schliesslich die Grundlagen für wissenschaftliches Arbeiten gelegt, um ein Thema für eine mündliche Präsentation und eine schriftliche Arbeit den wissenschaftlichen Konventionen entsprechend zu erstellen.

34610 Tutorat: zur Alten Geschichte 2 KP

Dario Giacometti

Donnerstag, 16.15-18.00 Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungsraum S 181

21.09.2017

Das Tutorium ergänzt die Proseminare und vermittelt dabei sowohl die griechische wie auch die römische Geschichte. Studierende erhalten hier eine Einführung in spezifisch althistorische Arbeitstechniken, lernen die wichtigsten Hilfsmittel, Nachschlagewerke sowie einige zentrale Hilfswissenschaften kennen.

Insbesondere Studierenden der Altertumswissenschaften wird der Besuch des Tutorats dringend empfohlen.

49005 Tutorat: Barbaranbegriff – Von Homer bis Alexander

David Di Santo, Andreas Birchmeier

Donnerstag, 16:15-18:00 Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungszimmer S 183

21.09.2017

"Die Barbaren". Ein weit geläufiger Ausdruck. Von Homers Epos der Ilias, über die Theaterstücke von Aischylos und Timotheos, die Geschichtswerke von Herodot und Thukydides, bis hin zu Calisthenes Geschichte über Alexander, setzen sich die Autoren mit dem Fremden, den Barbaren und der griechischen Identität auseinander. Doch was für eine Bedeutung steht hinter dem Begriff? Wer waren die Barbaren? Wer waren "die nicht Barbaren"?

Im Rahmen dieses studentischen Tutorats soll die griechische Eigen- und Fremdwahrnehmung, insbesondere durch den Kontakt mit den Persern, genauer betrachtet werden. Anhand von verschiedenen literarischen Quellengattungen und Abbildungen auf Vasen, soll ein besseres Verständnis, woher der Barbarenbegriff stammt und wie sich dieser verändert hat, entstehen. Auch wird dabei ein grober Überblick über die Perserkriege, den peloponnesischen Krieg oder auch den Alexanderfeldzug geliefert, welche als Grossereignisse die griechische Eigen-, wie auch Fremdwahrnehmung stark prägten.

Bichler, Reinhold u. Rollinger Robert: Herodot. 3. Auflage. Hildesheim 2011. – Bichler, Reinhold: Herodots Welt. 2. Auflage. Berlin 2001. – Dihle, Albrecht: Die Griechen und die Fremden. München 1994. – Fränkel, Hermann: Dichtung und Philosophie des frühen Griechentums. München 1976. – Hornblower, Simon: A Commentary on Thucydides. Volume I. Books I-II. Oxfrod 1993. – Hutzfeld, Birger: Das Bild der Perser in der Griechischen Dichtung des 5. vorchristlichen Jahrhunderts. Wiesbaden 1999. – Krywalski, Dieter: Art. Rethorik. In: Handlexikon zur Literaturwissenschaft. Hamburg 1978. – Nippel, Wilfried: Griechen, Barbaren und "Wilde". Alte Geschichte und Sozialanthropologie. Frankfurt 1990. – Scardino, Carlo: Gestaltung und Funktion der Reden bei Herodot und Thukydides. In: Beiträge zur Altertumskunde, Bd. 250. Berlin 2007. – Schmal, Stephan: Feindbilder bei den Frühen Griechen. Untersuchungen zur Entwicklung von Fremdbildern und Identitäten in der griechischen Literatur von Homer bis Aristophanes. In: Geschichte und ihre Hilfswissenschaften. Reihe III, Bd. 677. Berlin 1994. – Schuller, Wolfgang: Griechische Geschichte (OGG 1). München 2002. – Tetzner, Reiner: Der Trojanische Krieg und die Heimkehr der Helden. Stuttgart 2005. – Will, Wolfgang: Thukydides und Perikles. Bonn 2003. 

Proseminare

48581-01: Die Spätantike und der Aufstieg des Islam 3 KP

MA Eugenio Garosi

Donnerstag, 14.15-16.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01

28.09.2016

Das Bild einer raschen Auflösung der römischen und persischen Großmächte durch das ausbreitende islamische Kalifat im 7. Jahrhundert prägt die Vorstellung einer klaren Zäsur zwischen einer untergehenden Spätantike und der islamischen Zeit. Mikrohistorische Zeugnisse vor, während und nach dem „markanten“ Ereignis der islamischen Eroberungen enthüllen hingegen das vielfältige Verhältnis der frühislamischen Zivilisation zu den zeitgleichen und vergangenen Kulturräumen: zum griechisch-christlichen Frühbyzanz, zum mittelpersich-aramäischen zoroastrischen Sassanidenreich, zu den Königtümern Südarabiens und zu den prä-islamischen christlich-arabischen Stammesverbänden Syriens und des Iraks. Im Proseminar wird die politische Dimension des Aufstiegs des Islams thematisch als Hintergrund erforscht. Problematisiert wird vielmehr die Genese der (proto-)islamischen Kultur im Kontext des kulturellen Geflechts des spätantiken Nahen Osten - soweit diese in Originalquellen aus dem 4. bis 8. Jahrhundert widergespiegelt wird. Die Diskussion wird um die Frage kreisen, wie Autoren verschiedenen sprachlichen und sozio-kulturellen Hintergrunds das kollektive wie individuelle Eigene (bzw. Andere) definieren und wie diese Konzepte sich im „Übergang“ von der Spätantike zum Islam regional und diachronisch entwickeln. Kenntnisse der verschiedenen Quellensprachen (Arabisch, Griechisch, Latein, Mittelpersich, Syrisch etc.) sind willkommen, werden jedoch nicht vorausgesetzt. Englischkenntnisse sind zur Lektüre weiterführender Sekundärliteratur erforderlich.

Donner, Fred: The Muslim Conquests. Princeton: Darwin Press, 1981. – Narratives of Islamic Origins: the Beginnings of Islamic historical Writing. Princeton: Princeton University Press, 1998. – Howard-Johnston, James: East Rome, Sasanian Persia and the End of Antiquity: Historiographical and Historical Studies (Collected Studies). Aldershot: Ashgate 2006. – Finster, Barabara: “Arabia in Late Antiquity: An Outline of the cultural situation at the time of Muhammad” In Angelika, Neuwirth, Nicolai, Sinai und Michael Marx (Hgg.), The Qurʾān in Context, Historical and Literary Investigations into the Qurʾanic Milieu, 61-114. Leiden et al.: Brill, 2009. – Fisher, Greg: Between Empires. Arabs, Romans and Sasanians in Late Antiquity. Oxford: Oxford University Press, 2011. – Gajda, Iwona: Le royaume de Ḥimyar à l'époque monothéiste: l'histoire de l'Arabie du Sud ancienne de la fin du IVe siècle de l'ère chrétienne jusqu'à l'avènement de l'islam. Paris : Académie des inscriptions et belles-lettres, 2009. – Irfan, Shahīd: Byzanium and the Arabs in the fifth Century. Washington, DC: Dumbarton Oaks Research Library and Collection, 1989. – - Byzantium and the Arabs in the Sixth Century. Vol. 1, Part 1 and 2. Washington, DC: Dumbarton Oaks Research Library and Collection, 1995.

48959-01: Nero und das Ende der julisch-claudischen Dynastie 3 KP

PD Dr. Michael Alexander Speidel

Mittwoch, 14.15-16.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 02

20.09.2017

Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus, der als Kaiser Nero noch heute weit herum bekannt ist, regierte von 54 bis 68 n. Chr. die römische Welt. Sein Name steht im allgemeinen Bewusstsein für die Macht, die Willkür, die Extravaganz und den Luxus römischer Herrscher und ihrer Familien. Von Tacitus und Sueton bis zu Peter Ustinovs überaus erfolgreicher Verkörperung des Kaisers im Film „Quo vadis?“ (und darüber hinaus) wird Nero als negative, aber meist auch irgendwie faszinierende Person dargestellt, die einerseits von lasterhaften und dunklen Charakterzügen gekennzeichnet war und die sich gleichzeitig für einen grossen Künstler hielt. Nero werden etwa der Mord an seinem Stiefbruder und an seiner Mutter, der grosse Brand Roms im Jahre 64 n. Chr. oder die erste Christenverfolgung zur Last gelegt. Im Jahre 66 reiste er nach Griechenland und nahm an den Olympischen Spielen teil. Hier und bei weiteren sportlichen und musischen Wettkämpfen errang er zahllose Siege. Das gewaltsame Ende seiner Regierungszeit und sein Selbstmord waren auch das Ende einer Dynastie und einer Epoche. Dieses Proseminar wird die verschiedenen Aspekte von Neros Biographie, sein Wirken und sein Nachleben zum Inhalt haben.

Wissenschaftliche Literatur zu Nero ist in grosser Zahl vorhanden und leicht zu finden. Einen reichen Überblick über den derzeitigen Forschungsstand und die Literatur bietet der Begleitband zur Trierer Nero-Ausstellung von 2016: Rheinisches Landesmuseum Trier (Hg.), Nero: Kaiser, Künstler und Tyrann (Darmstadt 2016). Siehe zudem etwa M. Griffin, Nero. The End of a Dynasty (London 1984). M. Heil, Die orientalische Außenpolitik des Kaisers Nero (München 1997). J. Malitz, Nero. (München 1999). H. Schneider, Nero. In: Manfred Clauss (Hg.): Die römischen Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian. (4. Aufl. München 2010). E. Champlin, Nero (Cambridge MA. 2003).

48634-01: Das römische Reich zur Zeit des Kaisers Hadrian 3 KP

Dr. Stefanie Schmidt

Dienstag, 10:15–12:00 Uhr, Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01

19.09.2017

Die Regierungszeit Kaiser Hadrians (117 bis 138 n. Chr.) gilt als Wendepunkt in der römischen Außenpolitik. Mit dem Rückzug der Truppen aus den Krisengebieten im Zweistromland beendete Hadrian die Expansionspolitik, die Rom bis zu seinem Vorgänger Trajan betrieben hatte. Innere Konsolidierung, Stärkung der kulturellen Identität und Festigung der Grenzen bestimmten sein politisches Programm, wobei er zu dessen Durchsetzung jedoch auch nicht vor brutaler Härte zurückschreckte wie die blutige Unterdrückung des Bar Kohba Aufstandes zeigt.

Birley, A.R., Hadrian. Der rastlose Kaiser, Mainz 2006 (London 1996). – Knell, H., Des Kaisers neue Bauten. Hadrians Architektur in Rom, Athen und Tivoli, Mainz 2008. – Opper, T. (Hrsg.), Hadrian. Art, politics and economy, London 2013. – Opper, T. (Hrsg.), Hadrian. Empire and conflict, London 2008. – Zahrnt, M., „Hadrian“, in: M. Clauss (Hrsg.), Die römischen Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian, München 1997, 124-136.

49889-01: Trade, Finances, and Economy in the Hellenistic Period 3 KP

Dr. Irene Soto

Dienstag, 16.15-18.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 02

19.09.2017

This course explores the continuities and innovations in trade, commerce, and communication that occurred in the Mediterranean and beyond during the Hellenistic period, following Alexander the Great’s conquest and untimely death. How did the different Hellenistic kingdoms address their territories from a financial point of view? What sorts of commercial relationships existed and what kind of goods were exchanged between the state and private individuals? What trends were new economic innovations and what was inherited from Achaemenid and Greek economic and political systems? These larger historical questions will be addressed by looking closely at the material and textual record from various regions of the Ancient World.

The class will explore the archaeological and numismatic evidence from Egypt, the Near East, Central Asia, and India. We will also analyze texts such as papyri from Egypt, contracts on leather from Bactria, and classical Greek historical and philosophical texts. While the class focuses on commerce and trade, it will also touch upon other historical themes such as political institutions, administrative reforms, diplomatic relations, and cultural and material exchange.

Aperghis, G. G. 2004. The Seleukid Royal Economy. The Finances and Financial Administration of the Seleukid Empire, Cambridge. – Bagnall and Derow. 2004. The Hellenistic Period: Historical Sources in Translation. Oxford.  Briant, Pierre. 2002. From Cyrus to Alexander. A History of the Persian Empire. Winona Lake: Eisenbrauns. – Chaveau. 2000. Egypt in the Age of Cleopatra: History and society under the Ptolemies. Translated by David Lorton. Ithaca. NY. – Hiebert, Friedrik and Pierre Cambon. 2008. Afghanistan: Hidden Treasures from the National Museum, Kabul. National Geographic, Washington, D.C. – Hölbl. 2001. A history of the Ptolemaic Empire. Translated by Tina Saavedra. New York. – Manning, J. G. 2011. “At the limits: Long-Distance Trade in the Time of Alexander the Great and the Hellenistic Kings,” in Victor Mair and Jane Hickman (eds.) Reconfiguring the Silk Road: New Research on East-West Exchange in Antiquity, pp 5-14. – Thonemann, Peter. 2016. The Hellenistic Age. Oxford: Oxford University Press.

Übung

43405-01: introduction to Papyrology 3 KP

Dr. Isabelle Marthot-Santaniello

Mittwoch, 16.15-18.00 Rosshof, Tagungsraum 306

20.09.2017

This course offers an introduction to the field of papyrology, the study of ancient writing on papyrus and other materials in the Greek, Roman, Byzantine, and early Islamic periods of Egyptian history (ca. 300 BCE - 800 CE). Papyri provide the most-detailed look at life in the ancient world, allowing us to read private letters, petitions, contracts, and more. Our focus will be on Greek documentary papyri, but literary papyri, as well as documents in Latin, Egyptian (Demotic and Coptic), Arabic, and other languages will also be considered. Students will learn not only how to read and understand papyrus texts, but also how these sources are used in historical and philological research. We will visit the Basel papyrus collection, and those interested will be able to work on unpublished texts.

R.S. Bagnall. Reading Papyri, Writing Ancient History. London 1995. – R.S. Bagnall (ed.). The Oxford Handbook of Papyrology. Oxford. 2009. – J.G. Keenan, J.G. Manning, and U. Yiftach-Firanko. Law and legal practice in Egypt from Alexander to the Arab conquest: a selection of papyrological sources in translation, with introductions and commentary. Cambridge. 2014. – P. Parsons and E.G. Turner. Greek Manuscripts of the Ancient World. 2nd ed., rev. 1987. – P.W. Pestman. The New Papyrological Primer. 2nd ed., rev. Leiden. 1994. – C. Riggs (ed.). The Oxford Handbook of Roman Egypt. Oxford. 2012. – H.-A. Rupprecht. Kleine Einführung in die Papyruskunde. Darmstadt. 1994. – E.G. Turner. Greek Papyri: An Introduction. Oxford. 1980.

Seminare

48593-01: Die römische Familie in Kaiserzeit und Spätantike 3 KP

Prof. Dr. Sabine Huebner

Montag, 14.15-16.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 02

18.09.2017

Wir beschäftigen uns in diesem Seminar mit den römischen Vorstellungen und rechtlichen Grundlagen der Familie, der wichtigsten juristischen, wirtschaftlichen, sozialen und auch religiösen Institution der römischen Gesellschaft. Zur römischen familia gehörten neben den Familienangehörigen auch im Hause wohnende Sklaven und Freigelassene. Themen sind die demographischen Grundbedingungen, die väterliche Gewalt über alle Angehörigen seiner familia, Eherecht und Wahl des Ehepartners, die rechtliche Stellung der Frau, Geburt und Erziehung der Kinder, Kinderarbeit, Namensgebung, Adoption, und Erbrecht und schliesslich der Einfluss hellenistischer Rechtstraditionen und des Christentums auf die sich wandelnde Gestalt der römischen Familie in der Spätantike.

Rawson, Beryl, ed. 2011. A companion to families in the Greek and Roman worlds. Malden, MA, and Oxford: Wiley Blackwell; George, Michele, ed. 2005. The Roman family in the empire: Rome, Italy and beyond. Oxford: Oxford Univ. Press; Dasen, Véronique, and Thomas Späth, eds. 2010. Children, memory and family identity. Oxford: Oxford Univ. Press.Dixon, Suzanne. 1992. The Roman family. Baltimore and London: Johns Hopkins Univ. Press; Huebner, Sabine 2013. The family in Roman Egypt. Cambridge: Cambridge University Press.

Forschungsseminar

48577-01: Die ersten Christen in Ägypten 3 KP

Prof. Dr. Sabine Huebner

Dienstag, 14.15-16.00 Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungsraum S 181

19.09.2017

In Ägypten – und nur dort – haben sich in großer Zahl Quellen erhalten, aus denen wir etwas über die Lebenswelt und den Alltag der frühen Christen erfahren können. Die Papyri liefern uns Einblicke in den Alltag der einfachen Leute und stellen im Rahmen der antiken Überlieferung aufgrund ihres unmittelbaren und persönlichen Charakters eine besonders faszinierende Textgattung dar. Die Auswertung der Papyri des griechisch-römischen Ägypten für das Verständnis des Neuen Testaments, die Christianisierung dieser römischen Provinz und der Lebenswelt der ersten Christen stellt jedoch noch ein großes Forschungsdesiderat dar, dessen Potential erst ansatzweise erkannt und ausgeschöpft wird.

Bagnall, R. S. 1982 “Religious Conversion and Onomastic Change in Early Byzantine Egypt, Bulletin of the American Association of Papyrologists 19 (1982), 105-24; Bagnall, R.S. Early Christian Books in Egypt, Princeton 2009; Blumell, L. H. Lettered Christians: Christians, Letters, and Late Antique Oxyrhynchus. Leiden and Boston 2012; Choat, M. Belief and Cult in Fourth Century Papyri. Turnhout 2006; Lang, M. „Das frühe ägyptische Christentum: Quellenlage, Forschungslage und –perspektiven,“ in: Öhler, M., W. Pratscher und M. Lang (eds.) Das ägyptische Christentum im 2. Jahrhundert. Wien, 9-43; Luijendijk, A. Greetings in the Lord: Early Christians and the Oxyrhynchus Papyri. Cambridge, Mass. 2008; Wipszycka, E.“La christianisation de l’Égypte aux IVe-VIe siècles. Aspects sociaux et ethniques,” Aegyptus 68 (1988) 118-120.

Kolloquium

48629 Zur neueren Forschung in der Alten Geschichte

Prof. Dr. Sabine Huebner

Dienstag, 18:15-20:00 Uhr, Kollegienhaus, Hörsaal 114

Nationale und internationale Nachwuchswissenschaftler und renommierte Kollegen, aber auch Basler MA-Studierende und Doktoranden stellen ihre neuesten Forschungen vor. Programm [PDF (113 KB)]