Lehrveranstaltungen im Frühjahrssemester 2017

Für mögliche Fehler übernehmen wir keine Haftung; massgeblich ist das offizielle Vorlesungsverzeichnis der Universität Basel. Alte Vorlesungsverzeichnisse finden Sie dort im Archiv.

Religionswissenschaftlicher Lehrauftrag der Altertumswissenschaften

Der religionswissenschaftliche Lehrauftrag der Altertumswissenschaften wurde im FS 2017 an Fritz Graf und Sarah Iles Johnston vergeben. Sie unterrichten gemeinsam ein einwöchiges Blockseminar unter dem Titel "Griechische Religion".

Vorlesung

46692-01: Römische Religion 2 KP

Prof. Dr. Sabine Huebner
Montag, 16.15-18.00 Uhr, Vesalianum Nebengebäude, Grosser Hörsaal
20.02.2017

Do ut des („ich gebe, damit du gibst“) fasst das Wesen der römischen Religion im Kern zusammen. Für die Römer bestand ihre Religion aus einem Vertrag zwischen Göttern und Menschen – die korrekte Beachtung der althergebrachten Rituale und das Darbringen von Opfern sicherten das Wohlwollen der Götter. Religion war auch Teil des Alltags, in jedem Haus befand sich ein kleiner Altar für die Hausgötter, eine Unzahl von Gottheiten bevölkerten Weggabelungen, Haine und Quellen. Zauber und Magie florierten.
Im Wesen unterschieden sich die ab dem 3. Jh.v. Chr. in Rom an Popularität gewinnenden sogenannten orientalischen Erlösungsreligionen, die den Initiierten Errettung im Jenseits versprachen und auf Initiation und Geheimhaltung beruhten, und von deren Anhängern oftmals parallel mit dem Ahnenkult und öffentlichen Kult praktiziert wurden. Zum öffentlichen Kult trat in der Prinzipatszeit der Kaiserkult, seine Ausübung entwickelte sich in der Folgezeit zu der wichtigsten Loyalitätsbekundung zum römischen Kaiser, was die ersten Christen in Konflikt mit dem römischen Staat brachten.

Beard, M., North, J., Price, S., Religions of Rome, Volume I + II. Cambridge 1998; Brown, P. Die letzten Heiden. Eine kleine Geschichte der Spätantike. Frankfurt a. M. 2001; Ando, C. (Hrsg.), Roman Religion. Edinburgh 2003; Rüpke, J. (Hrsg.): A Companion to Roman Religion. Blackwell, Oxford/Malden, MA u.a. 2007; Rüpke, J. Die Religion der Römer. München 2001; Scheid, J. An Introduction to Roman Religion. Edinburgh 2003.

Einführungskurse

34610 Tutorat: zur Alten Geschichte 2 KP

N.N.
Montag, 14.15-16.00 Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungsraum S 181
20.02.2017

Das Tutorium ergänzt die Proseminare und vermittelt dabei sowohl die griechische wie auch die römische Geschichte. Studierende erhalten hier eine Einführung in spezifisch althistorische Arbeitstechniken, lernen die wichtigsten Hilfsmittel, Nachschlagewerke sowie einige zentrale Hilfswissenschaften kennen.

Insbesondere Studierenden der Altertumswissenschaften wird der Besuch des Tutorats dringend empfohlen.

Proseminare

16175-01: Athen und Sparta 3 KP

MA Matthias Stern
Donnerstag, 10.15-12.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 02
23.02.2017

Unser Bild der klassischen Zeit des antiken Griechenlands wurde durch keine anderen griechischen Stadtstaaten so nachhaltig definiert wie durch Athen und Sparta. Ihr stetig wachsender Einfluss und ihre Konkurrenz prägten den Grossteil des fünften Jahrhunderts v. Chr. und mündeten schliesslich in die 'Katastrophe' der griechischen Poliswelt, den Peloponnesischen Krieg (431–404 v. Chr.), welcher den Mittelmeerraum über Griechenland hinaus in seinen Grundfesten erschütterte.

Im Proseminar soll allerdings weniger der Peloponnesische Krieg selbst Thema sein als vielmehr die vielfältigen Verflechtungen athenischer und spartanischer Geschichte zwischen Kooperation und Konflikt auf dem Weg dorthin. Die TeilnehmerInnen sollen angeleitet werden, die Eigenheiten Athens und Spartas zu analysieren, um auf diese Weise die zahlreichen Bilder, Vorstellungen, Legenden und Klischees, die in der Antike ebenso wie heute von diesen beiden antiken Grossmächten kursier(t)en – wie etwa das scheinbare Paradox Athens als einer 'imperialistischen Demokratie' einerseits und Spartas als einer 'militaristisch-repressiven Verteidigerin der Freiheit' andererseits –, aber auch deren historische Wirkung erkennen und bewerten zu können.

Als Einführung in die Arbeitstechniken der Alten Geschichte (und als Arbeitsinstrument zur Anschaffung empfohlen):
H. Blum/R. Wolters, Alte Geschichte studieren, 2. Aufl. (Konstanz 2011).

Zur thematischen Einführung:
Martin Dreher, Athen und Sparta, 2. Aufl., München 2012.
Raimund Schulz, Athen und Sparta, 4. Aufl., Darmstadt 2011.

 

46689-01: Cleopatra and the Hellenistic World 3 KP

Dr. William Graham Claytor
Dienstag, 16.15-18.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01
21.029.2016

This course covers the dramatic changes in the Eastern Mediterranean from Alexander the Great to the conquests of Rome, with a focus on the most durable of Alexander’s successor kingdoms, Ptolemaic Egypt. We will begin with the figure of Cleopatra VII, queen and pharaoh of Egypt before her famous demise along with her husband Marc Antony, which lead to the annexation of Egypt to the Roman Empire. Who was Cleopatra and what kind of world was she born into? How did she govern her kingdom and how did people live their lives under her rule? We will then backtrack to the foundation of the Ptolemaic kingdom and examine how the state developed within the competitive world of the Hellenistic East. Papyri, inscriptions, coins, and other material evidence allow for an in-depth and unfiltered perspective on state politics and daily life in Ptolemaic Egypt, which can be compared to the narrative histories and observations of ancient writers. Topics will include the Ptolemaic army, administration, economy, ethnicity, family life, gender, law and society, religion, revolts and resistance, and more.

Sourcebooks:
Austin. 2006. The Hellenistic World from Alexander to the Roman Conquest. 2nd Ed. Cambridge.
Bagnall and Derow. 2004. The Hellenistic Period Historical Sources in Translation. Oxford.
Burstein. 1985. The Hellenistic Age from the Battle of Ipsos to the Death of Kleopatra VII (Translated Documents of Greece and Rome). Cambridge.
Sherk. 1984. Rome and the Greek East to the death of Augustus. Cambridge.
Thonemann. 2015. The Hellenistic World: Using Coins as Sources. Cambridge.

Archaeology
Bagnall and Rathbone. 2004. Egypt from Alexander to the Copts: An archaeological and historical guide. London.

General Ptolemaic
Bagnall (ed.). 2009. The Oxford Handbook of Papyrology. Oxford.
Bowman. 1996. Egypt after the pharaohs, 332 BC–AD 642: From Alexander to the Arab conquest. 2d ed. Berkeley and Los Angeles.
Chauveau. 2000. Egypt in the age of Cleopatra: History and society under the Ptolemies. Translated by David Lorton. Ithaca, NY.
Fischer-Bovet. 2014. Army and society in Ptolemaic Egypt. Armies of the Ancient World. Cambridge.
Heinen. 2009. Kleopatra-Studien: Gesammelte Schriften zur ausgehenden Ptolemäerzeit. Xenia 49. Konstanz.
Hölbl. 2001. A history of the Ptolemaic Empire. Translated by Tina Saavedra. New York. Expanded and Revised version of Geschichte des Ptolemäerreiches: Politik, Ideologie, und religiöse Kultur von Alexander dem Grossen bis zur römischen Eroberung (Darmstadt: Wissenschaftliche Buschgesellschaft, 1994).
Huss. 2001. Ägypten in hellenistischer Zeit 332-30 v.Chr. Munich.
Jördens and Quack, eds. 2011. Ägypten zwischen innerem Zwist und äusserem Druck: Die Zeit Ptolemaios’ VI. bis VIII; Internationales Symposion Heidelberg 16.–19. 9.2007. Philippika 45. Wiesbaden.
Lewis. 1986. Greeks in Ptolemaic Egypt. Oxford.
Manning. 2010. The Last Pharaohs. Princeton.
McKechnie and Guillaume, eds. 2008. Ptolemy II Philadelphus and his world. Papers presented at the Ptolemy Philadelphus Conference held 13–16 July 2005 in Auckland, New Zealand. Leiden.
Monson. 2012. From the Ptolemies to the Romans: Political and economic change in Egypt. Cambridge.

General Hellenistic
Errington. 2008. A History of the Hellenistic World: 323 - 30 BC. Oxford.
Erskine (ed.). 2003. A Companion to the Hellenistic World. Oxford.
Green. 1993. From Alexander to Actium: the Historical Evolution of the Hellenistic Age. California.
Prag and Quinn. 2013. The Hellenistic West. Cambridge.
Shipley. 2000. The Greek World after Alexander. London.
Hugh. 2006. The Cambridge Companion to the Hellenistic World. Cambridge.

46691-01: Handel im Römischen Reich 3 KP

Dr. Stefanie Schmidt
Dienstag, 10.15-12.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01
21.02.2017

In Zeiten des globalen Handels kaufen wir wie selbstverständlich Bananen aus Ecuador, Mangos aus Thailand und im Winter Erdbeeren aus Chile. Der kommerzielle, grenzübergreifende Güteraustausch verdankt seine dynamische Entwicklung u.a. bi- und multilateralen Handelsabkommen, technischer Innovation in der Logistik aber auch verbesserten Anbaumethoden. Diversifikation, regionaler und überregionaler Handel oder exportorientierte Produktion sind jedoch mitnichten erst eine Erscheinung der Moderne.
Das Proseminar möchte der Frage nachgehen, unter welchen Bedingungen Handel und Austausch in Zeiten vonstattenging, in denen Kühlcontainer unbekannt waren, Freihandelsabkommen nicht existierten und in denen der Geldtransfer nicht per online banking abgewickelt werden konnte. Im Seminar werden wir uns zunächst mit den theoretischen Fundamenten des römischen Handels vertraut machen. In den einzelnen Beiträgen werden dann die Akteure am Handelsmarkt vorgestellt sowie am Beispiel einzelner Handelsprodukte, wo möglich, der Weg eines Produkts vom Produzenten zum Abnehmer nachverfolgt. Insofern die technischen Voraussetzungen hierzu erfüllt sind, sollen die Beiträge der Studenten dazu dienen, ein Wiki zu erstellen sowie eine interaktive Karte des römischen Reiches zu konzipieren, anhand derer Handelsrouten visualisiert werden sollen.

Reden, Sitta von, Antike Wirtschaft, Berlin 2015.
Wilson, A., „Approaches to Quantifying Roman trade”, in: Bowman, A., Wilson, A. (Hgg.), Quantifying the Roman Economy. Methods and Problems, Oxford 2009, 213-49.
Fulford, M., “Approaches to quantifying Roman Trade”, in: Bowman, A., Wilson, A. (Hgg.), Quantifying the Roman Economy. Methods and Problems, Oxford 2009, 250-58.
Harris, W., “A Comment on Andrew Wilson: ‘Approaches to quantifying Roman trade’”, in: Bowman, A., Wilson, A. (Hgg.), Quantifying the Roman Economy. Methods and Problems, Oxford 2009, 259-65.
Whittow, M., “How Much Trade was Local, Regional and Inter-Regional? A Comparative Perspective on the Late Antique Economy”, Late Antique Archaeology 10.1 (2013), 133-65.
Hopkins, K., “Rome, Taxes, rents and Trade”, in: Scheidel, W., von Reden, S. (Hgg.), The Ancient Economy, London 2012, 190-230.

Übung

46669-01: der Golf von Neapel: Geschichte und Archäologie 3 KP

PD. Dr. Michael Speidel
Donnerstag, 14.15-16.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 02
23.02.2017

Mit der Gründung der ersten griechischen Siedlung auf der Insel Ischia im 8. Jahrhundert v. Chr. und den ersten griechischen Kolonien an der tyrrhenischen Küste betritt Kampanien das Feld des Klassischen Altertums. Auch in den folgenden Jahrhunderten bleibt die Landschaft am Golf von Neapel und im Umland des Vesuvs mit klingenden Namen verbunden: Cumae, Capua, Capri, Cumae, Herculaneum, Neapolis, Paestum, Pompeii, Stabiae etc. Die Übung wird sich im Sinne einer Vorbereitung auf die Exkursion im Juni 2017 der Geschichte dieser Landschaft und der vorgesehenen Ziele widmen. Dabei sollen neben der materiellen Hinterlassenschaft vor allem auch Aspekte der politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Geschichte im Zentrum stehen.

U. Pappalardo / L. Pedicini, The Gulf of Naples: Archaeology and History of an Ancient Land (Verona 2009).
Chr. Höcker, Golf von Neapel und Kampanien (Köln 2011)
M. Beard, The Fires of Vesuvius: Pompeii Lost and Found. (Cambridge MA 2008).
L. Cerchiai, Gli antichi popoli della Campania. (Rom 2010)
F. Coarelli (Hrsg.), Pompeji (München 2002)
A.E. & M.G.L. Cooley, Pompeii and Herculaneum: A Sourcebook (London 20132).
J. D`Arms, Romans on the Bay of Naples and other Essays on Roman Campania (Bari 2003)
J.-A. Dickmann, Pompeji. Archäologie und Geschichte (München, 2. Aufl. 2010)
C. C. Mattusch (ed.), Rediscovering the Ancient World on the Bay of Naples, 1710-1890. Studies in the history of art, 79. (Washington DC 2013).
Chr. Neumeister, Der Golf von Neapel in der Antike. Ein literarischer Reiseführer. (München 2005).
E. Savino, Campania tardoantica (284 – 604 d. C.) (Bari 2005).
B. Schweizer, Griechen und Phöniker am Tyrrhenischen Meer (Berlin 2006)
E. Stärk, Kampanien als geistige Landschaft (München 1995).
A. Wallace-Hadrill, Herculaneum (Darmstadt 2012)

Exkursion

46678-1: Die Vesuvstädte am Golf von Neapel 3 KP

Prof. Dr. Sabine Huebner
Vorbesprechungen: Montag, 20.3., 24.4., 22.5.2017, jeweils 18:15-20:00 Rosshof, Tagungsraum 306
16. bis 23. Juni 2017

Campania felix – glückliches Kampanien – so nannte Plinius der Ältere die Region am Golf von Neapel. Florierende Städte, mondäne römische Badeorte, Luxusvillen der Oberschicht, fruchtbare Erde, ein mildes Klima und ein reiches kulturelles Erbe, das bis in die Zeit der griechischen Kolonisten zurückreichte, kennzeichneten den Landstrich. Am 24. August 79 n.Chr. geschah dann die Katastrophe, die Tod und Verderben über die Region brachte. Durch den Ausbruch des Vesuv erstarb alles Leben und auch Plinius selbst fand den Tod.

Wir fliegen per Direktflug von Basel nach Neapel und übernachten im Städtchen Vico Equense direkt am Golf von Neapel. Die Exkursion beinhaltet die Besteigung des noch aktiven Vulkans Vesuv und die Besichtigungen von Pompeji, Herculaneum, der Villa Oplontis, Stabiae, dem Antiquarium von Boscoreale, dem archäologischen Museum in Neapel, den römischen Ausgrabungen auf Capri, den phlegreischen Feldern, Baiae, Cumae, der römischen Villa Pausilypon und zum Abschluss die 2500 Jahre alten griechischen Tempel in Paestum.

M. Beard, The Fires of Vesuvius: Pompeii Lost and Found. Cambridge MA 2008; Chr. Höcker, Golf von Neapel und Kampanien. Köln 2011; Chr. Neumeister: Der Golf von Neapel in der Antike. Ein literarischer Reiseführer, München 2005; E. Stärk: Kampanien als geistige Landschaft, München 1995.

Seminare

19349-01: Thukydides und der Peloponnesische Krieg 3 KP

Prof. Dr. Leonhard Burckhardt
Montag, 10.15-12.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 02
20.02.2017

Der Athener Thuykydides gilt als einer der bedeutendsten antiken Historiker. Thema seines Geschichtswerkes ist der verheerende Krieg zwischen den beiden griechischen Vormächten, Athen und Sparta, der sog. peloponnesische Krieg (431-404 v. Chr.). In prägnantem Stil untersucht er mit kritischem Blick die Geschehnisse; zugeschrieben werden ihm Analysefähigkeit, Unabhängigkeit, Genauigkeit und wissenschaftliches Denken. Lange wurde ihm ein hoher Quellenwert für seinen Gegenstand zugestanden. Wenngleich die heutige Forschung seine historiographische Leistung nach wie vor anerkennt, hat sie Thukydides dennoch vom hohen Sockel, auf den er zeitweilig platziert wurde, heruntergeholt und seinen Text kritischer betrachtet und bewertet als frühere Generationen.
Im Seminar soll die Art, wie Thukydides sich seines Gegenstands annimmt, in Betracht genommen werden, sein Werk mit weiteren Quellen verglichen werden,die zahlreichen reflektierenden Passagen diskutiert werden und auf dieser Grundlage nicht zuletzt der Peloponnesische Krieg, seinn Verlauf, seine Ursachen und Folgen untersucht werden. Da sowohl Thukydides als auch die moderne Forschung diesen als großes, die Geschichte des klassischen Griechenland bestimmendes Ereignis auffassen, wird die Veranstaltung auch wesentliche Elemente dieser Epoche wie das Wesen der athenischen Demokratie, politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen und militärische Neuorietierungen aufgreifen und diskutieren.
Der peloponnesische Krieg konfrontierte mit Athen und Sparta und ihren jeweiligen Verbündeten zwei sehr ungleiche Kontrahenten: eine Seemacht bekämpfte eine Landmacht, eine egalitäre Demokratie ein hierarchisch aufgebautes System, ein politisch, kulturell und wirtschaftlich innovatives Gemeinwesen ein eher beharrendes. Dass der Krieg als ein epochaler Einschnitt in der (griechischen) Geschichte, aber auch als typisch für das menschliche Verhalten und dessen Änderungen unter dem Einfluss von Krieg angesehen wird, ist im wesentlichen Thukydides geschuldet.

B. BLECKMANN, Der Peloponnesische Krieg, München 2007
V. D. HANSON, A War Like no Other. How the Athenians and Spartans Fought the Peloponnesian War, New York 2005
J.F. LAZENBY, The Peloponnesian War. A Military Study, London/ New York 2004
S. SCHMIDT-HOFNER, Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit, München 2016
R. SCHULZ, Athen und Sparta, Darmstadt 2003

34608-01: Antike Umweltgeschichte 3 KP

Prof. Dr. Lukas Thommen
Mittwoch, 14.15-16.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01
22.02.2017

In der griechisch-römischen Antike entwickelte sich ein zwiespältiges Verhältnis von Mensch und Natur, das den Umgang mit der Umwelt wesentlich beeinflusste. Einerseits wurde die Natur als ein von göttlichen Mächten geprägter Raum betrachtet, dem entsprechender Respekt zusteht. Andererseits zeichnete sich eine rationale Sichtweise ab, bei welcher der Mensch mit seinen technischen Fertigkeiten die Natur zähmt und über sie verfügt. Die Vorlesung versucht, die verschiedenen Bereiche, in denen die Menschen in die Umwelt eingriffen, systematisch zu beschreiben und dabei das Spannungsverhältnis von Ressourcennutzung und Naturschonung vom frühen Griechenland bis in die Spätantike zu verfolgen. Gleichzeitig wird die umfassende Erschließung des Mittelmeergebietes und der nördlich angrenzenden Regionen als Siedlungs- und Wirtschaftsraum deutlich.

J. D. Hughes, Pan's Travail. Environmental Problems of the Ancient Greeks and Romans, Baltimore/London 1994.
K.-W. Weeber, Smog über Attika, Zürich/München 1990. (rororo 1290)
L. Thommen, Umweltgeschichte der Antike, München 2009. (beck’sche reihe 1942)

Forschungskolloquium

46679-01: Zur neueren Forschung in der Alten Geschichte 3 KP

Prof. Dr. Sabine Huebner
Dienstag, 18.15-20.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 02
21.02.2017

Nationale und internationale Nachwuchswissenschaftler und renommierte Kollegen, aber auch Basler MA-Studierende und Doktoranden stellen ihre neuesten Forschungen vor.

Programm [PDF (112 KB)] und ein zusätzlicher Vortrag [PDF (484 KB)]